Content-Marketing: Inhalte mit KI erstellen

KI ist auch im Content-Marketing ein Gamechanger. Immer mehr Händler setzen auf automatisiert erstellte Inhalte. Das spart Zeit und Kosten. Tausende Texte, Bilder und Visuals per Klick? Kein Problem. Aber wie bleibt das eigene Angebot unverwechselbar? Intelligente Ansätze machen Geschwindigkeit und Effizienz auch ohne Qualitätseinbussen möglich.

Content in Sekundenschnelle 

Content drives E-Commerce. Wer im Internet sichtbar sein will, muss Inhalte erstellen. Aber die Content-Produktion ist aufwendig. Sie bindet Zeit, Personal und Finanzen. Künstliche Intelligenz ändert jetzt die Spielregeln. ChatGPT und andere KI-Systeme erstellen Inhalte in Sekundenschnelle – und das in verblüffender Qualität. Künstliche Intelligenz kann in vielen Bereichen kreative Prozesse beschleunigen:

  • Texte: Produkt- und Kategorienbeschreibungen, Anleitungen, Newsletter. 
  • Bilder: Produktbilder, illustrierte Social Media Posts, Logos.
  • Videos für die eigene Website, Youtube, Instagram und andere Portale. 
  • Komplette Websites und Landingpages

All das ist ohne grossen Aufwand mithilfe von KI möglich. Ein einfacher Prompt wie "Erstelle ein Bild von einem Rucksack" führt zu einem akzeptablen Ergebnis, das jedoch meist beliebig und standardisiert wirkt – kaum individuell. Damit lassen sich auf Dauer keine Umsätze generieren.

Mehr Effizienz zum Preis höherer Austauschbarkeit und geringerer Individualität? Nein. Wer sich nicht aus der Masse abhebt, verliert – das gilt besonders im E-Commerce. Was tun? Der Konkurrenzdruck ist enorm. Ohne KI als Hilfsmittel kommt niemand mehr aus – auch nicht in puncto Kreativität. 

Entscheidend ist also, wie man als Online-Händler KI effizient einsetzt, um die Marke klar zu positionieren. 

Prompts optimieren

Der Prompt, also die Anweisung an die KI, ist der Schlüssel dafür, dass der maschinell erstellte Content nicht nur Masse, sondern auch Klasse liefert. Um wirklich einzigartige Resultate zu erzielen, muss die Anweisung für die KI genau und verständlich sein. Die Stichworte in diesem Zusammenhang lauten Prompt-Engineering und Prompt-Optimierung

  • Prompt-Engineering: die gezielte Formulierung von Prompts, um präzise, relevante und kreative Ergebnisse zu erhalten.
  • Prompt-Optimierung: die wiederholte Anpassung und Verfeinerung von Prompts, um bessere Ergebnisse zu erzielen 

Aber wie optimiert man Prompts? Wenn es beispielsweise um Produktbeschreibungen für Onlineshops geht, sollte man folgende Aspekte berücksichtigen: 

  • Klare Ziele definieren: Wozu dient der Text? Zum Beispiel SEO, Verkaufsförderung, Information. 
    • "Schreibe eine SEO-optimierte, aber verkaufsstarke Produktbeschreibung für eine Damen-Softshelljacke. Zielgruppe: Outdoor-Fans. Ton: professionell, beratend."
  • Konkrete Vorgaben: Textlänge (wie viele Wörter?), Struktur (Einleitung, Bullet-Points, Call to Action), Stil (locker oder formell?), Zielgruppe. 
    • "120 Wörter, informativ, einfache Sprache, kurzer Call-to-Action am Schluss."
  • Kontext mitgeben. 
    • "Orientiere dich an folgendem Beispiel: [URL].
  • Variationen anfordern, um dann selbst auszuwählen. 
    • "Erstelle drei Varianten. Einmal sachlich, einmal emotional, einmal SEO-basiert." 

Diese Strategie lässt sich beliebig verfeinern, sodass die Ergebnisse sukzessive besser werden: So kann die KI zusätzliche Meta-Descriptions erstellen, und auch konkrete Keyword-Vorgaben sind möglich: "Baue den Term 'Softshelljacken kaufen' zweimal ein, am Anfang und am Schluss." Ebenfalls sinnvoll ist die Aufforderung, den Text im HTML-Format auszugeben, mit Mark-up-Tags nach den Vorgaben von schema.org. Dieses Vorgehen macht Texte übrigens auch fit für die Maschinenlesbarkeit – das ist notwendig, um den eigenen Content auch in KI-Antworten erscheinen zu lassen.

Best Practices für Content mit Mehrwert

KI ist ein Werkzeug, nicht die alleinige Lösung. Es kommt deshalb darauf an, maschinelle und menschliche Kreativität zu vereinen. Die besten Texte, Bilder und Videos entstehen aus der Generierung durch KI und menschlicher Veredelung. 

  • Kritische Prüfung der Inhalte – soweit möglich mit Human Intelligence.
  • Ständiges Anpassen der Tonalität an die Marke.
  • Entwicklung von Guidelines für Sprache, Tonalität und Bilder, um das Corporate Design sicherzustellen. 

Zu den Best Practices der KI-Erstellung von Content gehört in erster Linie die Zielorientierung. Je detaillierter die gewünschte Funktion eines Textes in einem Prompt mitgegeben wird, desto überzeugender sieht das Ergebnis aus. Regelmässige Aktualisierungen gehören ebenfalls dazu. 

Wer die Chancen von KI vor allem in der Kombination von grossen Datenmengen und menschlicher Kreativität sieht, ist auf dem richtigen Weg. Künstliche Intelligenz hat Zugriff auf Milliarden von Texten, Bildern und Statistiken. Die kreative Umsetzung dieses unfassbar grossen Wissenspools bleibt am Ende Aufgabe des Menschen. Dazu gehört insbesondere die kritische Auswahl von KI-Vorschlägen. 

Kontrolle von KI-Erzeugnissen

Auch bei KI liegt die Erfolgskontrolle in den Händen des Unternehmens. Klicks, Conversions und Verweildauer sollten regelmässig überprüft werden. Hier bieten sich zum Beispiel A/B-Tests an, die Unterschiede zwischen menschlichem und maschinellen Content messen. 

  • Welche KI-Inhalte haben tatsächlich einen Mehrwert (auch mit Rücksicht auf die eingesparte Zeit)? 
  • Wo lohnt sich die komplette Umstellung auf maschinelle Arbeit und wo nicht? 
  • An welchen Stellen muss es mehr menschliche Optimierung geben? 
  • Welche rechtlichen Fragen sind zu klären? Wie sieht es zum Beispiel mit dem Copyright aus?

Um die Workflows im Unternehmen zu optimieren, lohnt es sich, neben den altbekannten Messwerten für Klicks, Conversions und Verweildauer auch die Überprüfung der Effizienz von KI-Content einzuführen. Durch die Einbeziehung dieser Faktoren entsteht die Basis für eine zukunftsfähige Content-Strategie im KI-Zeitalter.

Unser Fazit: Ein Gamechanger, aber kein Ersatz für Kreativität

Keine Frage: KI-Systeme wie ChatGPT ändern vieles. Sie machen produktive Tätigkeiten effizienter, schneller und günstiger. Die Ergebnisse werden besser, wenn Künstliche Intelligenz intelligent eingesetzt wird. Gleichzeitig minimiert sich der Aufwand. Aber KI kann nicht alles. Und weil die KI-Erstellung von Content heute fast schon Standard ist, trennt sich auch hier die Spreu vom Weizen: Es gibt gute und weniger gute KI-Ergebnisse. Wer ganz vorne stehen und von den Vorteilen profitieren möchte, investiert in die ständige Verbesserung des Umgangs mit KI bei der Kreation von Content für den E-Commerce.

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30

May 2026

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